Joachim Hillers Bilder gleichen Schwingtüren: nach zwei Richtungen offen. Einmal sind sie abstrakt in dem Sinne, daß sie auf keine Abschilderung äußerer Wirklichkeit abzielen. Was stattdessen hinter dem wechselnden, dabei konstant experimentellen Umgang mit den malerischen Mitteln steckt, ist die Lust am Entdecken immer neuer Verläufe, Strukturen, Überlagerungen, Kontraste, Suggestionen von Plastizität und Räumlichkeit und Bewegung. Zum anderen freilich assoziiert der Betrachter, der seine Augen in den visuell ungeheuer differenzierten Farblandschaften auf Wanderschaft schickt, fast unweigerlich Naturformen und -prozesse allgemeiner, elementarer Art. Als exemplarischer Betrachter entpuppt Joachim Hiller sich selbst, wenn er seine Werkgruppen gerne den klassischen Elementen Feuer, Wasser, Erde, Luft zuordnet. Sind sie doch Metaphern für dem Menschen innewohnende Kräfte, für seine unterschiedlichen körperlichen und seelischen Energien. Wenn sie auf Hillers Bildern öfters nicht in Reinkultur auftauchen, sondern miteinander ringend oder sich gegenseitig durchdringend, in unaufhörlichem Kräfte-Kreislauf fluktuierend, dann vielleicht, weil auch das unserem inneren Haushalt entspricht. Das muß es sein, was die übers Visuelle hinausgehende Faszination dieser Kunst ausmacht. Dr. Roland Held
Joachim Hiller, Jahrgang 1933, war nach dem Studium an der Meisterschule für das Kunsthandwerk, Berlin, in den Jahren 1958 – 1962 als Werbegrafiker und Artdirektor in Frankfurt am Main und Hamburg tätig. 1969 zog sich Hiller aus dem Agentur-Rummel zurück und widmete sich ausschließlich der Malerei, also seit nunmehr über 35 Jahren. Dabei ist ein riesiges Oeuvre entstanden, das sich noch zum allergrößten Teil im Besitz des Künstlers befindet.
Hiller hat während dieser Jahre eine Vielzahl verschiedener, stets abstrakter Werkgruppen geschaffen, die einerseits von absoluter Zeitlosigkeit, andererseits von großer Modernität gekennzeichnet sind. Wie ein roter Faden zieht sich sein Schlüsselthema, die vier Elemente, durch das gesamte Werk und findet dabei in unterschiedlichen und überraschenden Techniken und Ausformungen seine Entsprechung. Hillers Gemälde, insbesondere jene, die stark grafisch anmuten, zeichnen sich durch eine starke Tektonik und eine frappierende Plastizität aus. Die formale und auch farbliche Komposition der Werke überzeugt durch eine große Ausgewogenheit, in der sich Ruhe und Dynamik gleichsam vereinen.
Joachim Hiller hat sich über Jahrzehnte seiner Malerei gewidmet, ohne seine Bilder öffentlich zu zeigen. Seit Mai 2006 wird Joachim Hiller nun von der Galerie Nero sehr erfolgreich vertreten. Seine Werke werden in Museen, auf international renommierten Messen im In- und Ausland und in weiteren Partnergalerien ausgestellt. Es zeigt sich, dass sie nicht nur in der Kunstszene gefehlt haben, sondern dass sie auch mit Applaus angenommen und gekauft werden. Zahlreiche Presseberichte im In- und Ausland dokumentieren den besonderen Stellenwert des Künstlers.

Joachim Hiller widmet sich seit 1969 ausschließlich der Malerei. Während dieser Jahre ist eine Vielzahl stets abstrakter Werkgruppen entstanden, die er erst seit wenigen Jahren öffentlich zeigt.
| 1933 | in Berlin geboren |
| 1949 bis 1953 | Studium an der Meisterschule für Kunsthandwerk, Berlin |
| 1954 bis 1958 | Grafiker in Berlin |
| 1958 bis 1962 | Werbegrafiker in Frankfurt |
| 1963 bis 1968 | ArtDirector in Hamburg und Frankfurt am Main |
| seit 1969 | freier Maler in Wiesbaden und Mainz, jetzt Dorsheim |
| seit 2006 | vertreten durch die Galerie Nero, Wiesbaden |